Gute Orientierung als Voraussetzung guter Entscheidungen
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Aktualisiert: vor 3 Tagen

Wer im Gebirge wandert, kennt sie: die Wegmarken. Wer allerdings glaubt, es handle sich dabei um reine „Richtungsweiser“ hat jedoch die Bedeutung dieser Zeichen noch nicht vollständig verstanden. Regelmäßig befinden sich solche Markierungen nämlich an markanten Wegpunkten. Sie erleichtern nicht nur die eigene Orientierung im Gelände, sondern ermöglichen auch Neubeurteilungen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Option „Umkehren“ – nämlich dann, wenn das eigentliche Ziel nicht oder nur noch höchst unsicher erreicht werden kann.
Wegmarken sind, allgemein gesprochen, wichtiger Teil von Entscheidungen im Rahmen von Zielerreichungsprozessen. Bevor man darüber urteilt, ob die generelle Richtung noch stimmt, muss erst einmal klar sein, wo man sich überhaupt befindet. Ob das ursprüngliche Ziel noch erreichbar ist, ergibt sich erst danach.
Fehlt eine solche Orientierung im „wirklichen Gelände“ verlieren auch ansonsten gut begründbare Entscheidungen stillschweigend an Legitimität. Gute Wegmarken erfüllen insofern eine wichtige Funktion: Sie geben auf Basis der aktuellen Situation Rückmeldung darüber, wie bzw. ob der eingeschlagene Weg noch zum Ziel führt.
Im Management können das z.B. Kennzahlen, Inkonsistenzen bei wichtigen Annahmen, persönliches Feedback oder eine bisher noch gar nicht beachtete Perspektive sein. Solche „Wegmarken“ helfen, kognitive Dissonanzen zu vermeiden und minimieren damit die Gefahr gravierender Fehlentwicklungen. So komisch das klingen mag: dies funktioniert nur in einer fehlerfreundlichen Umgebung. Denn wer unvorhergesehene Entwicklungen als Einladung zu neuem Lernen begreift, macht langfristig die kleinsten Fehler.



